Ja, sie lebt noch. Auch wenn uns der Frost in Mittelfranken gerade gnadenlos im Griff hat, die dicke Dame rollt, stinkt und qualmt noch. Letztes Wochenende waren wir, trotz eines defekten Thermostates in MUC und haben die Vorbesitzer Tina und Chrissi besucht. Für die „Dicke Dame“ gab es gleich noch Schuhwerk aus Beständen der britischen Armee. Was auf den ersten Blick wie eine Kiste voller Kettenglieder anmutet, beinhaltet dann doch die Armeevariante der guten alten Schneekette. Damit wäre auch einer zukünftigen öfteren Präsenz in den bayrischen, oder österreichischen Alpen nahezu keine Grenze mehr gesetzt. Bereits auf dem Hinweg mussten wir feststellen, dass Landys nicht nur überall sondern auch von überall her in die bayowarische Landeshauptstadt pendeln. Mit uns auf den letzten Kilometern der A9 ein 90er Td5 aus Tschechien. Ein lautes „Ahoj!“ und ein schniefendes „Na shledanou!“ und schon war der 90iger wieder im Fahrzeuggetümmel verschwunden. Auf de rRückfahrt wurden wir noch von einem 110 Td4 buchstäblich „versägt“. Die „Dicke Dame“ hatte aber sogar Lust sich mit diesem Td4 auf gut 10 Kilometern BAB9 ein kleines Rennen zu liefern, bevor wir aus Rücksicht auf die alternden Gebeine doch wieder in manierlicher „Fendergeschwindigkeit“ nach Hause gecruist sind. Noch nicht ganz sicher ist, ob wir zu Weihnachten mit der „Dicken Dame“ einen Ausflug ins Erzgebirge machen. „Glück auf!“, gluckst die Lady und ich sag „Schau mer’ mal!“